Geschichte

Die Tischtennisabteilung von Hertha 06 ist zwar noch gar nicht so alt, aber sie hat schon mehrfach ihr Wesen verändert. Angefangen hat sie sozusagen als kleiner Familienbetrieb, aufgestiegen ist sie bis zu einer internationalen Kapitalgesellschaft und inzwischen gehört sie wieder zum Mittelstand. Aber der Reihe nach.


Der Beginn war wie so vieles in der Nachkriegszeit improvisiert: In einem Ruinengelände an der Kaiser-Friedrich-Str. stand die erste Tischtennisplatte, dort organisierte Ernst Dunz den Spielbetrieb. Offiziell wurde es, als Dunz gemeinsam mit vier Mitstreitern den Charlottenburger Tischtennis-Club 1950 gründete.

Irgendwann wurde es dann zu eng ..., der Klub verlegte sein Quartier. Mir dem Unzug kam auch der sportliche Erfolg. ... Der Höhenflug dauerte jedoch nur ein Jahr. Übrig blieb eine Seniorenmannschaft, die sich nach Verhandlungen dem CFC Hertha 06 anschloss. Seit dem 1. Januar 1967 hat Hertha 06 also eine Tischtennis-Abteilung. In den Siebziger- und Achtzigerjahren hatte die Abteilung dann einige Aufs und Abs zu überstehen. Mitte der Achtzigerjahre wurde dank einiger sehr engagierter Mitglieder, die sowohl finanziell als auch durch ihre Kontakte die Abteilung aufwerteten, die Struktur in professionelle Bahnen gelenkt.

In der Saison 1990/ 91 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Jahr 1993 wurde dann das Ganze noch dadurch getoppt, dass der damalige chinesische Weltmeister Guo Yuehua verpflichtet wurde. Der Aufstieg in die 1. Bundeslige war zwangsläufig. Die Abteilung verließ das Dach von Hertha 06 und wurde unter dem Namen "Super Donic Berlin" selbstständig. In der nachfolgenden Zeit wurden Weltmeister und Nationalspieler wie Jörgen Persson, Stellan Bengtsson, Steffen Fetzner und Torben Wosik verpflichtet. Zwei Jahre hielt man sich in der obersten Spielklasse, sogar bis ins Finale des ETTU-Pokals schaffte man es. Doch dann folgten einige harte materielle Einbrüche, die am Ende dazu führten, dass man wieder in den Schoß des Vereins zurückkehrte. ...

Nach diesem harten aber gesunden Schrumpfungsprozess sah man auch neue Chancen. So wurde ein Damenabteilung gegründet. Das gemeinsame Interesse, einfach uingezwungen Tischtennis zu spielen, mit Spaß und Konzentration, aber ohne übertriebenen Ehrgeiz, ist bis heute bei den Damen spürbar. ...

Inzwischen zeichnen sich alle Mannschaften bei Hertha 06 wieder durch ihren guten Zusammenhalt aus. "Kontinuität ist uns wichtig", sagt der Abteilungsvorsitzende Dietmar Thien und ergänzt: "Jeder soll seine sportliche Herausforderung finden, aber auch seinen Spaß."

(Der Text wurde, leicht gekürzt, der Festschrift zum 100jährigen Jubiläum des Vereins entnommen)